Beschreibung: Der feine Remedy Pineapple basiert auf einem uralten Rezept von dem amerikanischen Apotheker Frank M. Farrington. Die feine Medizin entstand zu Zeiten der Prohibition und lediglich Apotheken war es erlaubt Spirituosen für "medizinische Zwecke" zu verkaufen. Der Apotheker Frank M. Farrington entwickelte im Jahre 1922 daraufhin einen feinen, mit edlen Gewürzen versetzten Rum. Die Rezeptur war so gelungen, dass der Rum pur, auf Eis oder in Cocktails seine Verwendung fand. Doch eines Tages im Jahre 1923, es war wohl der heißeste Sommertag des Jahres kam Frank M. Farrington auf die geniale Idee eine super frische sonnenverwöhnte Ananas, welche er sich noch morgens bei seinem Obsthändler des Vertrauens kaufte,

durch die Kunst der Mazeration den Geschmack so gut es geht einzufangen. Die daraus gewonnene Tinktur mischte er unter seinen Remedy Rum und so war der Remedy Pineapple geboren.

Wissenswertes: Die Prohibition in den Vereinigten Staaten war das landesweite Verbot der Herstellung, des Transports und des Verkaufs von Alkohol durch den 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von 1920 bis 1933. Diese Prohibition wurde auch als The Noble Experiment (englisch für „Das ehrenhafte Experiment“) bezeichnet. Unter dem erheblichen Druck der Enthaltungsbewegung schlug der Senat der Vereinigten Staaten den 18. Zusatzartikel am 18. Dezember 1917 vor. Nachdem er von 36 Staaten angenommen worden war, wurde er am 16. Januar 1919 ratifiziert und trat ein Jahr später in Kraft. Einige Staaten hatten bereits zuvor Prohibitionen durchgesetzt. Obwohl Alkohol nun verboten war, wurde wenig getan, um das Gesetz durchzusetzen. Die illegale Produktion und Verbreitung von Alkohol breitete sich rasch aus, und die Regierung hatte nicht die Mittel und den Willen, jede Grenze, jeden Fluss oder See und jedes Speakeasy (englisch „Flüsterkneipe“) in Amerika zu überwachen. Allein in New York stieg die Anzahl dieser Flüsterkneipen von 1922 bis 1927 von rund 5.000 auf 30.000. Andere Schätzungen für 1927 gehen sogar von 30.000 bis 100.000 Speakeasy-Clubs aus. (Quelle: www.wikipedia.de)

Mit Ende der Prohibition im Jahr 1933 gab es letztlich kaum noch Spirituosen, die weiterhin in beträchtlichen Mengen von Apotheken verkauft wurden und so geriet die Remedy Medizin immer mehr in Vergessenheit. Es sollte rund 100 Jahre dauern, bis die Rezeptur für den fruchtig nicht zu süßen Remedy Pineapple wiederentdeckt werden sollte.

Für die Herstellung des Remedy Pineapple Rum, werden zunächst verschiedene Rumsorten aus den karibischen Ländern wie Trinidad & Tobago, Barbados sowie der Dominikanischen Republik zu einem Blended Rum vereint, der zu 100 % aus Rum besteht. Anschließend wird dieser außergewöhnliche Blend mit natürlichen Gewürzen wie z.B. Vanille und einer Essenz, welche aus frischen sonnenverwöhnten Ananas Früchten gewonnen wird versetzt und zu einem Teil noch einmal in benutzten Bourbon Fässern gelagert um dem Remedy Pineapple ein fruchtig süßes Aroma von Ananas und Vanille zu verleihen. Das Resultat kann sich sehen und schmecken lassen, denn die Remedy Medizin überzeugt mit einem Aroma von einen Hauch Vanille und erfrischenden Aromen von sonnenverwöhnter Ananas mit angenehmer Süße. Abgefüllt und aufbewahrt wird der Remedy Pineapple Rum in einer dunklen Apothekerflasche mit Vintage-Etikett und besitzt einen Alkoholgehalt von 40,0 % vol.

Tasting: Gerade in Zeiten von fehlender Sonne kann eine Apothekerflasche von Frank M. Farrington, die gefüllt ist mit einem wunderbaren Rum und den Geschmack von sonnenverwöhnten Ananas Früchten besitzt, den einen oder anderen von uns ein kleines Lächeln schenken. So erwartet mich in meinem Glas ein schöner Goldton. Es duftet angenehm nach frischer tropischer Ananas und vermischt sich mit einer Spur Vanille. Herrlich dieser Duft und sofort denke ich an Sonne, Sommer und Strand. Am Gaumen zeigt sich der Remedy Pineapple Rum von seiner schon gewohnten angenehmen milden Seite und überrascht mich mit einer kurzweiligen Schärfe, gefolgt von einer typischen Note eines im Ex-Bourbon Fass gereiften Rum. Mit dem nächsten Schluck nehme ich die würzige Süße frischer Ananas wahr. Eine vorhandene alkoholische Schärfe ist dem Remedy Pineapple nicht bekannt und macht ihn dadurch zum Gaumen- und Zungenschmeichler. Der Abgang ist mittellang und wird mit einer kurzweiligen Schärfe von buntem Pfeffer begleitet und endet mit einer süßen Note von Toffee am Gaumen.

Fazit: Der Remedy ist ein abwechslungsreicher Pineapple Rum, der pur auch überzeugen kann aber in einer geselligen Runde unter Freunden sehr gut aufgehoben ist und im Longdrink oder Cocktail seine ganze Größe zeigt. Bartender werden mit dem Remedy Pineapple Rum Ihre wahre Freude haben. Ich finde die Medizin von Frank M. Farrington bringt in unserem grauen Alltag ein bisschen Farbe mit ins Spiel, denn allein vom Duft des Rums fühlt man sich in den Urlaub gebeamt. Ach ja, der Remedy ist rezeptfrei und ab 18 Jahre bei deinem Spirituosenhändler des Vertrauens erhältlich.

Anmerkung: Ich bedanke mich bei der nachfolgenden Firma für das Produktmuster. Es fand keine Beeinflussung oder ähnliches auf das Tasting statt.

Bezugsquelle: Sierra Madre GmbH | Rohrstrasse 26, 58093 Hagen | www.sierra-madre.de 

           

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